Pressespiegel
Samstag, 30. August 2008

Märkischer Bote vom 30.08.2008

Angekommen, am politischen Ufer

Claudia Feistauer (SPD) will in die Stadtverordnetenversammlung, wegen der Wirtschaftspolitik

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„Ich bin gerne in der Natur, im Cottbuser Tierpark. Oder an der Spree.“ Claudia Feistauer will sich im Stadtparlament aber um Wirtschaftsthemen kümmern, schon weil sie Volkswirtschaft studiert und weil es in Cottbus da noch viel zu tun gibt. Foto: BeWe

Cottbus (bw). Wahlen verändnern so manche Lebensläufe. Für die Wähler, wenn sich politische Vorstellungen im Wahlergebnis wiederfinden, und für die Gewählten, wenn sich politische Vorstellungen als Arbeitsaufgabe darstellen. Aber soweit ist es für Claudia Feistauer noch nicht. Man wird sie auf Listenplatz 8 der SPD im Wahlbezirk Ströbitz/Mitte finden - also eher in der Mitte auf dem Monitor des Wahlautomaten.

„Das macht nichts, wenn ich viele Stimmen bekomme, kann ich ja vielleicht bald zum Nachrücker aufsteigen“, sagt sie lächelnd. Überhaupt scheint das nunmehr fünfjährige SPD-Mitglied dem Kommenden ziemlich gelassen gegenüber zu stehen. „Ach, es gibt schon Einiges, was mich aufregt, zum Beispiel, dass man die Schulsozialarbeit in kommunaler Verantwortung abbauen will. Das sollen nun freie Träger machen. Das passt nicht zu den vielen Bemühungen, dem vorhandenen Rechtsextremismus konsequent zu begegnen.“ Aber es gibt doch Konzerte, Bündnisse, Aktionen gegen Rechts? „Ja, und warum wird im FCE-Stadion das Tragen von rechtsorientierter Kleidung nicht verboten? Wie bei Werder Bremen? Da könnte die Stadt doch Einfluss nehmen“, fordert sie. Ein Vorschlag, der logisch erscheint.

Oder: „Warum wird diskutiert, kommunales Eigentum zu veräußern? Dagegen bin ich schon“, ereifert sich die jetzige Volkswirtschafts-Studentin , die der kommenden parlamentarischen Aufgaben wegen ab Oktoberstatt in Potsdam in Cottbus weiterstudieren wird - dann Betriebswirtschaftlehre.

Oder: „Wenn es so ist, wie es Vattenfall mit der CO2-armen Technologie anstrebt und die Braunkohle bis dahin nicht durch alternative Energien ersetzt werden kann, muss es so sein, dass der Konzern Arbeitsplätze erhält. Arbeitsplätze hier, und nicht wer weiß wo!“

Im Jahre 2002 hat Claudia Feistauer die ersten SPD-Plakate geklebt, bei den Jusos „gelernt“, stadtparlamentarische Arbeit begleitet und mitgedacht. „Nicht alles besser machen, das ist es nicht - eher mitmachen und Mitgedachtes einbringen. In der Kommunalpolitik geht es nicht um die einzelne Person, das Gesamte entscheidet.“ Sie hat ein festes Bild, von dem, was auf sie zu kommt. „Ich glaube, als gewählte Abgeordnete wird es sicher auch Neues geben, aber eigentlich wird es so werden, wie ich es jetzt schon aus der außerparlamentarischen Arbeit kenne...“ Die Brücke zu neuen Ufern jedenfalls ist geschlagen - und da ist es sicher gut, wenn man sein Ufer gefunden hat. Politisch.

 

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