Deutschland-Dialog mit Hubertus Heil
„Ehrlich, kämpferisch, den Menschen
zugewandt". Drei Attribute, die sowohl für die Namensgeberin des
Veranstaltungsortes, das Regine-Hildebrandt-Haus, als auch für unsere
Partei, die SPD, stehen könnten.
Regine Hildebrandt war unnachahmlich
und unüberhörbar. Sie war offen und volksnah. Und sagte das, was sie
dachte. Sie war Vollblutpolitikerin und Sozialdemokratin mit Herz und
Verstand.
Genau das ist die SPD auch: Einzigartig und nah bei den Menschen.
Zu
Beginn des Deutschland-Dialoges beschrieb der SPD-Generalsekretär
Hubertus Heil die aktuelle Lage in Berlin treffend: „Ich will hier
nichts beschönigen. Die SPD war in den letzten Wochen zu sehr mit sich
selbst beschäftigt. Schauen wir nun gemeinsam nach vorne! Kämpferisch
und mit offenem Visier. Stellen wir unsere sozialdemokratischen Themen
in den Mittelpunkt und überzeugen so die Menschen von uns. Das ist das
Ziel!"
Zwei Themen waren in der Diskussionsrunde gefragt: Mindestlohn und
Bahnprivatisierung. Beides sind Themen, die in der Öffentlichkeit sehr
emotional diskutiert werden. Mit Leidenschaft, aber manchmal auch mit
Populismus. Beispiel Bahnreform: Westerwelle propagiert die reine
Marktlehre, Gysi hält den Markt für den Quell allen Übels und setzt
ausschließlich auf den Staat. Wie immer im Leben liegt die Wahrheit in
der Mitte, nämlich bei der SPD: Unser Modell macht die Bahn
zukunftsfähig. Wir bewahren den integrierten Konzern und sichern die
vollen Eigentumsrechte des Bundes. Mit uns wird es keinen Ausverkauf
bei der Bahn geben.
Hubertus' Fazit: Tappen wir nicht in die Ideologiefalle. Lassen wir den
Lafontaines das Gerede von der Reverstaatlichung. Für uns ist die
Privatisierung kein Selbstzweck. Wir investieren die Gewinne in den
Streckenausbau, in die Modernisierung von Bahnhöfen und
Lärmschutzwänden. Damit die Bahn in eine gute Zukunft fährt.
Oder mit Regine gesprochen: „Kinder, vergesst nicht: Der wahre Sinn des Lebens liegt im Miteinander."
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