Global denken und handeln
In der Tradition der Friedenspolitik Willy Brandts nimmt die SPD die
Herausforderungen der internationalen Politik von heute an.
Friedenssicherung durch Interessenausgleich, der Vorrang diplomatischer
und anderer ziviler Mittel bei der Bewältigung von Krisen,
verantwortliche Beiträge im Rahmen der Vereinten Nationen und der
Regeln des Völkerrechts kennzeichnen unsere Außenpolitik, die
Deutschland viel Vertrauen in der Welt eingetragen hat. Helfen, den
Frieden sicherer zu machen oder wenn möglich wieder herzustellen, ist
ein Teil der aktuellen Herausforderungen. Der andere besonders wichtige
Teil ergibt sich daraus, dass viele politische Aufgaben heute nicht
mehr allein im nationalen Handlungsrahmen gelöst werden können. Sie
verlangen europäische und internationale Antworten. Es geht zum
Beispiel um Umweltschutz, um Energieversorgung, um fairen Handel, um
einen vernünftigen Ausgleich zwischen arm und reich, um die Bekämpfung
von Aids und Hunger in der Welt. Es geht um das friedliche
Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Religionen und natürlich
um die Abwehr des internationalen Terrorismus. Politik muss also viel
mehr noch als früher global denken und handeln.
Die SPD ist sich dessen bewusst. Gemeinsam mit unseren
sozialdemokratischen Partnern und Freunden in Europa und der Welt
setzen wir uns auf europäischer wie internationaler Ebene für eine
friedliche und sozial gerechte Gestaltung der Globalisierung ein. Das
Völkerrecht und die fundamentalen Menschenrechte sind dabei die
unverbrüchlichen Leitlinien unseres Handelns.
Deshalb muss das Primat der Politik gegenüber den freien Kräften des
Marktes durchgesetzt werden. Denn die freien Kräfte des Marktes, sich
selbst überlassen, schaffen immer neue Ungerechtigkeiten und
Ungleichheiten. Unsere Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und
Solidarität sind Richtschnur auch unserer internationalen Politik.
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