Eine gerechte Globalisierung ist möglich
Globalisierung wird oft mit vermehrten Standortwettbewerb, Lohndumping, Arbeitslosigkeit, Sozialabbau und dem Verlust kultureller Identität verbunden. Dabei ist Globalisierung ein Prozess, der regional teilweise sehr heterogen verläuft. Der Gestaltungsanspruch liegt darin, die Chancen globaler wirtschaftlicher Arbeitsteilung zu nutzen und auf Risiken und Fehlentwicklungen korrigierend einzuwirken.
Die politische Gestaltung bzw. "Zähmung" der globalen Marktkräfte muss aufgrund der im Zuge der Internationalisierung teilweise verloren gegangenen Souveränität auf neue Instrumente setzen, z.B. in Form von internationalen sozialen Standards.
Die Verlagerung von Kompetenzen auf die multilaterale Ebene erschwert die demokratische Legitimität politischer Entscheidungen Vor diesem Hintergrund müssen die internationale Organisationen und Abläufe gestärkt sowie transparent und demokratisch gestaltet werden.
Entwicklungs- und Schwellenländer sind dem Globalisierungsdruck in gleichem Maße wie die Industrieländer ausgesetzt sind. Hinzu kommt oft ein Gefühl der politischen Ohnmacht. Diesen resignativen Tendenzen entgegen zu wirken und gesellschaftspolitische Akteure aus Entwicklungs- und Schwellenländern in eine konstruktive Auseinandersetzung über die soziale und demokratische Gestaltung der Globalisierung einzubinden, muss zentrales Anliegen sein.
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