Vor Ort in Cottbus
Montag, 18. Februar 2008

Diskussion über Vorurteile gegen Fremde am Kaufmännischen Oberstufenzentrum

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Cottbusser Schülerinnen und Schüler diskutierten mit Martina Münch über die Ergebnisse ihrer Comenius-Projektarbeit über Vorurteile gegen Ausländer. Martina Münchs Fazit: “Die aufgeschlossene Diskussion mit den Schülern hat Spaß gemacht. Klar ist aber, daß eine gute Integration von Ausländern die zentrale Aufgabe bleibt, um den gegenwärtigen Rechtsextremismus zu bekämpfen. Dafür brauchen wir vor allem bessere Bildungschancen, für die der Spracherwerb die wichtigste Voraussetzung ist."

Wir wissen oft noch zu wenig übereinander, und deshalb halten sich oft auch noch Vorurteile.“, so das Fazit von Rainer Lorenz, Schulleiter des Kaufmännischen Oberstufenzentrums Cottbus, nach der Vorstellung der Projektarbeiten seiner Schüler. Im Rahmen des Comenius-Programmes der EU sollen Schüler aus verschiedenen EU-Ländern gemeinsame Projekte entwickeln – um so miteinander in Kontakt zu kommen und die europäische Verständigung selbst zu leben. Die Cottbusser OSZler hatten gemeinsam mit griechischen, italienischen und finnischen Schülerinnen und Schülern 1462 Personen zum Thema Zuwanderung befragt. Über die Ergebnisse diskutierten sie gestern mit Martina Münch (MdL), die von den Werten der Cottbusser Befragten positiv überrascht war. Vorurteile und fremdenfeindliche Allgemeinplätze - wie den, daß Ausländer für die steigende Kriminalität verantwortlich seien – fanden zwar auch hier Zustimmung bei bis zu 15 Prozent der Einheimischen, aber das ist deutlich weniger als in Italien und Griechenland. „Dennoch ist die Grundtendenz nicht befriedigend, hier brauchen wir noch viel Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit.“, erklärt Martina Münch. Die Schüler teilten diese Einschätzung, verlangten aber auch, daß gleichwertige Bildungschancen und fortschrittlichere Ausländergesetzgebung die Isolation von Migranten aufzubrechen helfen.

Martina Münchs Fazit: “Die aufgeschlossene Diskussion mit den Schülern hat Spaß gemacht. Klar ist aber, daß eine gute Integration von Ausländern die zentrale Aufgabe bleibt, um den gegenwärtigen Rechtsextremismus zu bekämpfen. Dafür brauchen wir vor allem bessere Bildungschancen, für die der Spracherwerb die wichtigste Voraussetzung ist."

Zur Abschlusspräsentation des Comenius – Projekts im April werden alle Beteiligten aus Finnland, Griechenland und Italien zu Gast in Cottbus sein.

Pressemeldungen hier und hier.

 

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