Diskussion über Vorurteile gegen Fremde am Kaufmännischen Oberstufenzentrum
Cottbusser Schülerinnen und Schüler diskutierten mit Martina Münch über die Ergebnisse ihrer Comenius-Projektarbeit
über Vorurteile gegen Ausländer. Martina Münchs Fazit: “Die
aufgeschlossene Diskussion mit den Schülern hat Spaß gemacht. Klar ist
aber, daß eine gute Integration von Ausländern die zentrale Aufgabe
bleibt, um den gegenwärtigen Rechtsextremismus zu bekämpfen. Dafür
brauchen wir vor allem bessere Bildungschancen, für die der
Spracherwerb die wichtigste Voraussetzung ist."
Wir wissen oft noch zu wenig übereinander, und deshalb halten sich
oft auch noch Vorurteile.“, so das Fazit von Rainer Lorenz, Schulleiter
des Kaufmännischen Oberstufenzentrums Cottbus, nach der Vorstellung der
Projektarbeiten seiner Schüler. Im Rahmen des Comenius-Programmes der EU sollen Schüler aus verschiedenen EU-Ländern
gemeinsame Projekte entwickeln – um so miteinander in Kontakt zu kommen
und die europäische Verständigung selbst zu leben. Die Cottbusser
OSZler hatten gemeinsam mit griechischen, italienischen und finnischen
Schülerinnen und Schülern 1462 Personen zum Thema Zuwanderung befragt.
Über die Ergebnisse diskutierten sie gestern mit Martina Münch (MdL),
die von den Werten der Cottbusser Befragten positiv überrascht war.
Vorurteile und fremdenfeindliche Allgemeinplätze - wie den, daß Ausländer für die steigende Kriminalität verantwortlich
seien – fanden zwar auch hier Zustimmung bei bis zu 15 Prozent der
Einheimischen, aber das ist deutlich weniger als in Italien und
Griechenland. „Dennoch ist die Grundtendenz nicht befriedigend, hier
brauchen wir noch viel Überzeugungs- und
Aufklärungsarbeit.“, erklärt Martina Münch. Die Schüler teilten diese
Einschätzung, verlangten aber auch, daß gleichwertige Bildungschancen
und fortschrittlichere Ausländergesetzgebung die Isolation von
Migranten aufzubrechen helfen.
Martina Münchs Fazit: “Die aufgeschlossene Diskussion mit den Schülern
hat Spaß gemacht. Klar ist aber, daß eine gute Integration von
Ausländern die zentrale Aufgabe bleibt, um den gegenwärtigen
Rechtsextremismus zu bekämpfen. Dafür brauchen wir vor allem bessere
Bildungschancen, für die der Spracherwerb die wichtigste Voraussetzung
ist."
Zur Abschlusspräsentation des Comenius – Projekts im April werden alle
Beteiligten aus Finnland, Griechenland und Italien zu Gast in Cottbus
sein.
Pressemeldungen hier und hier.
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