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Bundespolitik
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Freitag, 30. Mai 2008 |
Streumunition wird geächtet
Deutschland
verzichtet mit sofortiger Wirkung einseitig auf alle Typen von
Streumunition. Das teilten der Bundesaußenminister und stellvertretende
SPD-Vorsitzende Frank-Walter Steinmeier und Bundesverteidigungsminister
Franz-Josef Jung am Donnerstag mit. Steinmeier bezeichnete die Einigung
auf ein umfassendes Verbotsabkommen zu Streumunition als einen
"wichtigen Meilenstein zur Weiterentwicklung des humanitären
Völkerrechts." Deutschland habe in den Bemühungen um ein wirksames
Streumunitionsverbot eine Vorreiterrolle gespielt und bereits 2001
damit begonnen, seine Streumunition zu vernichten. Die noch vorhandenen
Bestände sollen nun schnellstmöglich vernichtet werden. "Wir haben von
der ersten Stunde an die diplomatischen Bemühungen für ein
Streumunitionsverbot entscheidend mitgeprägt. Der jetzt vorliegende
Übereinkommensentwurf trägt in wesentlichen Bereichen unsere
Handschrift", betonte der Minister. Die Konvention soll Anfang Dezember
in Oslo unterzeichnet und schnellstmöglich ratifiziert werden.
Einseitiger Verzicht ist unübersehbares Zeichen
Mit dem einseitigen Verzicht wolle Deutschland ein "unübersehbares
Zeichen" setzen: "Wir wollen, dass andere Staaten, die bisher noch
zögerlich sind, unserem Beispiel folgen und sich dem
Streumunitionsverbot unverzüglich anschließen", unterstrich Steinmeier.
Am diesem Freitag soll in der irischen Hauptstadt Dublin der Entwurf
eines Übereinkommens zum
sofortigen und umfassenden Verbot von Streumunition formell angenommen
werden. In mehrtägigen Verhandlungen hatten sich Vertreter aus über 100
Ländern darauf geeinigt, Einsatz, Herstellung, Transport und Lagerung
von Streubomben zu untersagen.
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