Aus dem Bericht
von Oberbürgermeister Frank Szymanski
zur 40. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung
am 26. September 2007
„Herzliche Glückwünsche an die Geburtstagskinder der letzten drei
Monate aus unserem Kreis. Wir gratulieren Achim Weißflog, Dr. Ralf
Fischer, Holger Kelch, Dr. Johannes Mai, Dietmar Schulz und Peter
Süßmilch und wünschen Gesundheit und schöne Tage. Geburtstag hatten im
August Karl-Heinz Fürstenhöfer, Jörg Schnapke, Bernd Koch, Lothar Nicht
und Doris Münch. Und die Septembergeburtstagskinder heißen Wolfgang
Bialas, Marina Kuhlmann, Paul Weisflog, Manfred Schemel, Peter
Rahmfeld, Andrea Schulze, Dieter Schulz und Marianne Spring. Ihnen
ebenfalls meine herzlichen Glückwünsche.
Auch der Sport hatte in den vergangenen Monaten einiges zu bieten.
Der „Große Preis“ von Deutschland im Sprint versammelte nationale und
internationale Spitzenklasse im Bahnradsport im Cottbuser Sportzentrum.
Wohl einmalig auf der Welt, dass fast die gesamte Bahnradsportelite,
darunter die Weltmeister und Olympiasieger der DDR vergangener Jahre
wie Lutz Heßlich, an den Start ging und sich tolle Wettkämpfe lieferte.
Auch die Nachwuchsathleten des Leichtathletikclubs Cottbus haben
Deutschland beim „Europacup der Junioren“ Mitte September im
Leichtathletikstadion mit dem erreichten 3. Platz würdig vertreten.
Das gilt ebenso für unsere Nachwuchsturner des SCC Turnen, die zum
22. Mal im Turnzentrum beim GWG- Cup, dem nun schon sprichwörtlichen
„Turnier der Meister von Morgen“, mit 111 internationalen
Nachwuchsturnern aus 17 Ländern erfolgreich ihre Kräfte maßen.
Schließlich vereinte das 10. deutsch- polnische Sportfest der
Schuljugend „Youth and Sports for Europe“ am vergangenen Freitag über
800 Kinder und Jugendliche aus Zielona Góra und Cottbus sowie weiterer
Städte der Euroregion Spree-Neiße- Bober bei interessanten und
spannenden Wettbewerben und freundschaftlichen Begegnungen.
Danke an die Hauptorganisatoren und Sponsoren dieser
Veranstaltungen, dem RSC Cottbus, dem LCC Cottbus, dem SC Cottbus
Turnen und dem Stadtsportbund, die gemeinsam mit dem
Sportstättenbetrieb gute Voraussetzungen für die Teilnehmer und
Zuschauer schufen.
Dank und herzlichen Glückwunsch unseren Spitzenturnern Philip Boy,
Robert Juckel, Steve Woitalla (Ersatzturner) und den Trainern vom SC
Cottbus Turnen, die mit der Deutschen Nationalmannschaft bei der
Turn-WM in Stuttgart den 3. Platz nach den erfolgsverwöhnten
asiatischen Teams im Mannschaftswettbewerb erkämpften und sich für die
Teilnahme an den Olympischen Spielen qualifiziert haben. Das war eine
begeisternde und tolle Leistung der gesamten Mannschaft !“
„Anfang August war eine stattliche Gruppe russischer Jugendlicher zu
Gast in der Region. Die jungen Lipezker fühlten sich sichtlich wohl.
Die Brandenburgische Freundschaftsgesellschaft hatte interessante Tage
für Deutsche und Russen vorbereitet und die Kunstfabrik gestaltete ein
tolles Projekt.
Im Stadion der Freundschaft steht nun die neue Nordwand. Bisher hat
sie dem FC Energie noch kein Glück gebracht. Auch heute Abend muss man
zumindest damit rechnen, dass Wunder ausbleiben. Die aktuellen
Turbulenzen muss der Verein schnell hinter sich lassen.
Unser Dieselkraftwerk, noch Baustelle, lenkte schon Ende August alle
Aufmerksamkeit auf sich. Das Sommerfest der ILB zog wichtige Leute des
Landes nach Cottbus. Das Fest war sicherlich ein idealer Start für das
Dieselkraftwerk als Kunstmuseum. Die Investitionsbank des Landes
Brandenburg, die große Verdienste um zahlreiche kleine und große
Bauvorhaben in Cottbus hat, förderte auf diese Weise auch das
kulturelle Leben in unserer Stadt.
Im Fürst-Pückler-Saal des Radisson SAS Hotels fand am 8. September
der Verbandstag des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde unter dem
Motto „Kleingärten – unsere Zukunft“ statt. Fast 300 Delegierte, Gäste
und Präsidiumsmitglieder waren nach Cottbus gereist, um am Verbandstag
teilzunehmen, der mit Neuwahlen seinen Höhepunkt fand. BDG-Präsident
Ingo Kleist, der auf eine 20-jährige Amtszeit zurückblickt, verwies auf
die Aufgaben, Zielsetzungen und Visionen des BDG, in dem rund eine
Million Pächter organisiert sind. 156 Delegierte diskutierten über die
Probleme der Kleingärtner. Es wurde auf die Bedeutung der Kleingärten
für die Integration von Migranten und für Familien als beliebte
Rückzugsgebiete und Orte der Naherholung gesprochen. Auch der Beitrag
der Kleingärtner zum Klimaschutz durch den eigenen Anbau von Obst und
Gemüse fand Anerkennung.
Mit Dr. Achim Friedrich aus Potsdam, der für das Amt des Präsidenten
kandidierte, wurde erstmals in der Geschichte des BDG ein Präsident aus
Ostdeutschland gewählt.
Der Tag der Vereine, ebenfalls am 8. September, braucht in Cottbus
nicht viel Werbung. Die Vereine nutzten ihn, um Kontakte zu knüpfen,
Mitglieder zu werben und Sponsoren zu suchen. Die Motivation für
ehrenamtliche Übungsleiter oder freiwillige Feuerwehrfrauen und -männer
hat nichts mit Geld oder Orden zu tun. Unsere Vereinsmitglieder treibt
Mitmenschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Lebensfreude um. Sie alle
verdienen Dank und Anerkennung!
Am 17.09.2007 fand eine weitere Beratung des Wirtschaftskompetenzteams, erneut gemeinsam mit der AG „Stadtmarketing“, statt.
Inhalt waren das Wirtschaftsinformationssystem, der Ergebnisbericht
der AG „Stadtmarketing“, die Präsentation des neuen
Gestaltungshandbuches und eine erste Vorstellung des neuen
Internetauftrittes der Stadt Cottbus.
In diesem Zusammenhang präsentierte der externe Dienstleister BBE
die vorläufigen Ergebnisse der Interviews repräsentativer Vertreter aus
Politik, Verwaltung, und Wirtschaft und der deutschlandweiten
Telefonbefragung.
Nach erster Auswertung kann festgestellt werden, dass ca. 30 % der
Befragten gern mal nach Cottbus kommen würden, ihnen allerdings
Informationen fehlen. Hier wird das Defizit beim Stadtmarketing der
Vergangenheit deutlich.
Am vergangenen Samstag fand mit einem Infopoint im Rathaus und drei
geöffneten Call-Center-Anbietern in Cottbus das 1. Lausitzer Call
Center Open statt. Die Veranstalter, das Netzwerk „Cottbuser Call
Center Stammtisch“, ermöglichten an diesem Tag den Einblick in den
Alltag eines Call-Center-Agenten. Die Branche setzt weiterhin auf
Wachstum und findet in der Region hervorragende Standortbedingungen.
Gegenwärtig sind in den Call Centern 2000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigt. Problematisch gestaltet sich allerdings die
Nachfrage nach geeigneten, qualifizierten Arbeitskräften, weswegen auch
seit 2006 selbst ausgebildet wird.
Fünfzig junge Menschen befinden sich gegenwärtig in der Ausbildung zum
Kaufmann bzw. zur Servicefachkraft für Dialogmarketing. Dem Thema
Mindestlohn stehen die Unternehmen sehr offen gegenüber. Sie engagieren
sich auch sehr stark für familienfreundliche Rahmenbedingungen wie
beispielsweise Kinderbetreuung über die normale Zeit in Kitas hinaus.“
„Zur Zusammenarbeit mit Zielona Gora:
Beim Weinfest Anfang September 2007 gab es nach dem Neujahrsempfang und
den Arbeitsberatungen auf Ebene der Stadtspitzen am 22. März und 22.
August das 4. direkte Treffen mit dem Stadtpräsidenten von Zielona Gora
und seinen Stellvertretern. Schwerpunkt der Gespräche waren
insbesondere die vier Leitprojekte, die im Rahmen der EU-Förderung
"INTERREG IV A" gemeinsam realisiert werden sollen:
- Das Projekt "Europäische
Garten- und Kulturregion - Wiedergewinnung historischer
Parklandschaften" (Branitzer Park/Piastenpark)
In diesem Rahmen wird die Einrichtung einer ÖPNV-Verbindung
geplant, denn
das Wichtigste ist, dass wir die Menschen aus beiden Städten
zusammenführen. Dazu gehört auch, dass sie ohne Probleme in die jeweils
andere Stadt reisen können!
- Das Projekt "Deutsch-polnisches Zentrum für Tourismus"
- Das Projekt "Unterkünfte für Schüler in der jeweils anderen Stadt"
- Das Projekt "Schaffung einer deutsch-polnischen Plattform für Wirtschaft und Wissenschaft".
Darüber hinaus werden "Netzprojekte" entwickelt, die die
deutsch-polnische Zusammenarbeit von Schulen langfristig sichern und im
Bereich "Behindertenarbeit" ein Internetportal
www.barrierefreies-cottbus.de ermöglichen. Diese und fast 50 weitere
Projekte sind Bestandteil der Jahresvereinbarung, die Stadtpräsident
Janusz Kubicki und ich im Alten Rathaus von Zielona Gora am 09.09.2007
unterzeichnet haben.
Das Weinfest bot auch die Gelegenheit mit der EU-Botschafterin in
Warschau, Roza Thun, zu sprechen. Sie hob unsere Städtepartnerschaft
als beispielgebend für die deutsch-polnische Grenzregion hervor.
Ein 3. Arbeitstreffen der Stadtspitzen ist für den Dezember in Cottbus
geplant. Hier steht die weitere Einschätzung des Arbeitsverlaufs zu den
Leit- und Netzprojekten auf der Tagesordnung.“
„Von unserer „Kampagne für ein sauberes Cottbus“ haben Sie schon
gehört. Mit einem runden Tisch für Ordnung und Sauberkeit und einem
10-Punkte-Programm verstärken wir die Bemühungen um eine attraktive,
liebenswerte Stadt. Die zehn Punkte umfassen ein Programm, das von der
heute zur Beschlussfassung anstehenden Stadtordnung über die
Aufstellung neuer Papierkörbe, der Neuausschreibung der Grünpflege bis
zur Vermarktungsstrategie für nicht genutzte Gebäude und Flächen
reicht. Besonders die Unterstützung und Förderung der Initiative liegt
mir am Herzen. Der runde Tisch tagt dazu erstmalig am 11. Oktober.
Eingeladen sind große und kleinere Vermieter, städtische Betriebe,
Kammern und Verbände, Ver- und Entsorger, Händler, Gastronomen und die
Kleingärtner.
Ich denke, der Cottbuser Verschönerungsverein hat uns vor weit über
hundert Jahren vorgeführt, wie Bürgerstolz, Verantwortung für das
Gemeinwesen und tatkräftige Verwaltung zu spürbaren Veränderungen
führen. Auch an Elemente der Mach-mit-Bewegung lässt sich anknüpfen.“
„Das internationale Studienprogramm im Bereich der Jugendhilfe
findet auch in diesem Jahr statt. Gegenwärtig arbeiten fünf Fachkräfte
aus Weißrussland, Bulgarien, Griechenland und Lettland in unserer
Verwaltung. Ziel ist es, ausländischen Fachkräften die deutschen
Jugendhilfestrukturen in Theorie und Praxis nahe zu bringen. Zugang
haben dabei Sozialarbeiter und Fachkräfte aus vergleichbaren Berufen
aus dem europäischen Ausland sowie den Mittelmeer-Anrainerstaaten. Die
Stadt Cottbus ist seit 1995 Programmstadt und empfängt in diesem Jahr
bereits die siebte Fachkräftegruppe. „
„Die Bauarbeiten am 1. Bauabschnitt für das Carl-Blechen-Carré
laufen planmäßig. Die Mitglieder des Bau- und Verkehrsausschusses
konnten sich im September bei einer Führung über die Baustelle von den
Dimensionen des Bauvorhabens und den Bauabläufen überzeugen. Hochtief
und der Investor hatten kürzlich zum 2. Baustellenfest auch die
Anwohner eingeladen. Eine nette Geste, die viele "baulärmgeplagte"
Bewohner der Wohnscheibe gern annahmen.
Nicht ganz so planmäßig läuft es leider beim 2. BA. Bei einer
Beratung in der vergangenen Woche an meinem Tisch mit Gepro, dem
Geschäftsführers der GWC, der Baubeigeordneten und weiteren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachbereichs Stadtentwicklung
wurde deutlich, dass die vorgestellten Planungsansätze für den 2. BA in
wichtigen Punkten wie den Wegebeziehungen oder der Gliederung und
Kubatur der neuen Gebäudestruktur noch nicht den durch die Stadt
vorgegebenen und gemeinsam mit dem Investor abgestimmten
Rahmenbedingungen entsprechen.
Hier besteht Überarbeitungs- und Abstimmungsbedarf, der gemeinsam und
konstruktiv in den nächsten Tagen bzw. Wochen zu leisten ist.
Die bisher angestrebte ehrgeizige Terminkette für das einzuleitende
Bebauungsplan- Änderungsverfahren mit dem Aufstellungsbeschluss im
Oktober ist somit nicht haltbar. Dennoch liegt es weiterhin im
Interesse des Investors, möglichst noch im Frühjahr 2008 mit dem Bau
des 2. BA beginnen zu können, um den gesamten Bau – und
Umgestaltungsprozess der Stadtpromenade, auch im Interesse der
Anwohner, dann insgesamt zügig abschließen zu können.
Nächste Arbeits- und Abstimmungsschritte sind zwischen Gepro, GWC,
Stadt und weiteren Fachleuten vereinbart mit dem Ziel, gemeinsam einen
konsensfähigen Konzeptansatz für die Gestaltung des 2. BA zu erlangen,
der dann die Grundlage für die weitere Erörterung und öffentliche
Diskussion des Vorhabens im Zusammenhang mit dem nun für November
avisierten Aufstellungsbeschluss zur B-Planänderung bilden wird."