Pressespiegel
Freitag, 27. Juni 2008

Lausitzer Rundschau vom 27.06.2008

Firmengründungen werden einfacher und billiger

GmbH-Recht entrümpelt / Größte Reform seit 1892

(dpa/ck)

Berlin. Mit der größten Reform des GmbH-Rechts seit 1892 wird die Gründung einer Firma einfacher und billiger. Das Parlament billigte gestern mit den Stimmen von SPD, Union und Grünen den Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD).

Eingeführt wird auch eine neue Unternehmergesellschaft (UG) mit nur einem Euro Stammkapital. Im Insolvenzfall bekommen Gläubiger mehr Rechte.

„Die bewährte und erfolgreiche Unternehmensform GmbH wird fit für den internationalen Wettbewerb“, sagte Zypries. In Deutschland gibt es rund eine Million Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH). Die Gesellschafter haften nur mit ihrem eingesetzten Kapital.

Die neue Unternehmergesellschaft, auch Mini-GmbH genannt, setzte vor allem der rechtspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Jürgen Gehb (CDU), durch. Sie komme vorrangig für kleine Firmen infrage. Die haftungsbeschränkte UG wird verpflichtet, jedes Jahr ein Viertel des Gewinns zurückzustellen und so Eigenkapital aufzubauen. Wenn ein Stammkapital von 25 000 Euro erreicht ist, kann die UG in eine normale GmbH umgewandelt werden.

Für eine Ein-Mann-Gesellschaft fallen Gebühren von 20 Euro an. Dazu kommen 100 Euro für die Eintragung ins Registergericht.  (dpa/ck)

 

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