| Pressespiegel | |
| Samstag, 26. Juli 2008 | |
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Lausitzer Rundschau vom 26.07.2008 Entscheidung zum Immobilienamt vertagtCottbuser OB will neuen Vorschlag einbringenCottbus (jb/sh/SvD). Im politischen Gerangel um eine Übertragung der Bewirtschaftung und Verwaltung der städtischen Immobilien an die Gebäudewirtschaft Cotttbus (GWC) will Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) jetzt den Stadtverordneten Ende des Jahres einen neuen Vorschlag unterbreiten.
Gegen den Beschluss der Abgeordneten, ohne Wirtschaftlichkeitsvergleich und ohne Analyse von Alternativen die Übernahme dieser Aufgaben von der GWC vorbereiten zu lassen, hatte Szymanski im Mai sein Veto eingelegt (die RUNDSCHAU berichtete). «Zu Recht» , stellte das Innenministerium fest.
Zuvor hatte GWC-Geschäftsführer Dr. Torsten Kunze ohne Wissen des
Stadtverwaltungschefs bei einer Kanzlei eine rechtliche Stellungnahme
einholen lassen, die den Antrag der CDU-, AUB- und Linke-Fraktion auf
die Übertragung der städtischen Immobilienwirtschaft an das stadteigene
Wohnungsunternehmen gestützt hatte. «Wir haben das während einer
Gesellschafterversammlung ausgewertet» , sagt Szymanski., «Für mich ist
das damit geklärt.»
Die Cottbuser CDU-Fraktion hält unterdessen weiter an ihrer
grundsätzlichen Position fest. «Die Immobilienbewirtschaftung und
-verwaltung gehören unter das Dach der GWC» , so die Vorsitzende Marion
Hadzik. «Perspektivisch wäre das auch preisgünstiger.»
AUB-Fraktionschef Dieter Schulz hat indes noch Gesprächsbedarf. „Wir
wollen keine Ausgliederung um jeden Preis“, so Schulz. Wichtig sei,
dass diese Aufgabe auf jeden Fall in städtischer Hand bleibe, egal wie
das künftige Modell einmal aussehe.
Sowohl SPD, Bündnisgrüne als auch FDP sehen indes ihre Auffassung
durch das Innenministerium bestätigt. Er habe bereits in der
Stadtverordnetenversammlung seine Zweifel an dem Verfahren geäußert, so
SPD-Fraktionschef Reinhard Drogla. Matthias Schulze, Chef der
FDP-Fraktion, hält überhaupt nichts davon, «durch eine städtische
Gesellschaft die städtischen Probleme lösen zu wollen.» Die
Immobilienbewirtschaftung müsse ein externes Unternehmen vom freien
Markt übernehmen. Und auch Hans-Joachim Weißflog sieht die Position der
Bündnisgrünen bestätigt, «dass ausgeschrieben werden muss» , so der
Fraktionsvorsitzende. Linke-Fraktionschef Eberhard Richter bezeichnet es als vernünftig, dass die Entscheidung erst Ende des Jahres getroffen und das Thema dadurch aus dem Wahlkampf herausgehalten werde. «Uns geht es primär darum, dass es zu keiner echten Privatisierung dieser Aufgaben kommt» , sagt er. «Das wollten wir verhindern. Wir möchten, dass wie bisher die Verwaltung oder aber ein städtisches Unternehmen die Immobilienbewirtschaftung und -verwaltung übernimmt.» (jb/sh/SvD) |
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